Q: Wie läuft ein Mastering-Auftrag üblicherweise ab? A: Zunächst klären wir den zeitlichen Rahmen und die Kosten und besprechen dann Detailfragen zur Mixanlieferung und zu euren klanglichen Vorstellungen. Die Mixes könnt ihr entweder persönlich vorbeibringen oder online übermitteln. Die Masters stelle ich nach Fertigstellung zum Download bereit und ihr könnt sie in eurer gewohnten Abhörumgebung durchhören. Bei Änderungswünschen gebt ihr mir Bescheid. Wenn die Masters final abgenommen sind, bereite ich alles presswerkfertig bzw. für euer gewünschtes Zielmedium auf.

Q: In welchem Format soll ich die Mixes anliefern? A: Bitte in 24 Bit oder 32 Bit Floating Point WAV/AIF anliefern. Die Files können stereo-interleaved oder spilt-stereo sein, wobei 24 Bit WAV stereo-interleaved sicherlich der Standard ist. Die Samplefrequenz sollte der Frequenz eures Projektes entsprechen. Wenn ihr also in 96kHz aufgenommen und gemischt habt, schickt mir die Mixes in 96kHz. Es macht keinen Sinn, ein 44kHz-Projekt in 96kHz zu bouncen.

Bei mehreren Titeln bitte die Reihenfolge im Dateinamen berücksichtigen, z.B.
01-Artist-Title-Mix01.wav
02-Artist-Title-Mix01.wav

Q: Welchen Pegel sollten die Mixes haben und wie sieht es mit Summenkompression aus? A: Bei 24 Bit Mixes macht es keinen Unterschied, ob die Mixes einen Pegel von -0,1dbFS oder -10dBFS haben. Ich empfehle einen Pegel von ca. -3dbFS. Dieser ist aber nur als Richtwert zu verstehen. Solange der Pegel unter 0dbFS bleibt, ist alles in Ordnung.

Alle Summeneffekte, die der reinen Lautheitsgewinnung dienen, sollten vor dem Mixdown entfernt werden. Das gilt für alle Arten von Limitern, Enhancern, Exitern, Clippern etc. Dagegen kann moderate Summenkompression Teil des Mixes sein, und sollte auch auf dem Mix bleiben, wenn damit ein speziell gewünschtes Soundbild erreicht wird.
Auch wenn ihr von Anfang an in einen Summenkompressor oder in eine bestimmte Summenkette hineingemischt habt, die das Klangbild maßgeblich prägt, macht es oft keinen Sinn, diese fürs Mastering komplett zu deaktivieren, denn der Mix wird aller Wahrscheinlichkeit nach ohne die Bearbeitung ganz anders klingen. In so einem Fall sollte aber dennoch der finale Limiter weggelassen werden, so dass der Mix zumindest noch Headroom hat.
Im Zweifelsfall bitte einfach zwei Versionen abziehen: Eine Version mit Summenbearbeitung und eine ohne. Was im Einzelfall die sinnvollste Variante ist, können wir nach Check des Materials auch persönlich besprechen.

Q: Welche zusätzlichen Infos sollte ich mit auf den Weg geben? A: Wenn es klare Vorgaben für das Mastering gibt, z.B. Anmerkungen zu den einzelnen Mixes, Wünsche bezüglich Lautheit, Dynamik, Frequenzbild, oder klangliche Referenztitel, schickt diese bitte mit. Wenn ihr eigene „Listening-Masters“ erstellt habt, auf deren Grundlage der Mix von allen Parteien abgenommen worden ist, schickt diese bitte auch mit.

Bei Alben/EPs bitte die Trackreihenfolge angeben, sofern diese schon fest steht. Wenn CD-Text (siehe Punkt „Was ist CD-Text“) auf das Master soll, benötige ich eine Liste mit folgenden korrekt geschriebenen Angaben: Künstlername, Album- bzw. Release-Titel, alle Songtitel und gegebenenfalls ISRC-Codes.

Bitte gebt mir auch Bescheid, in welchem Format die Veröffentlichung stattfinden soll. Wird das Ganze auf CD und/oder auf Vinyl und/oder als Online-Release erscheinen? Werden „Mastered for iTunes“-Masters benötigt (siehe Punkt „Was ist Mastered for iTunes?“)?

Q: Wo kann ich die Mixes hochladen? A: Ihr könnt mir die Mixes über meinen WeTransfer-Channel (https://hpmastering.wetransfer.com) zukommen lassen, oder über euren eigenen FTP-Server oder auch über andere Filesharing-Dienste eurer Wahl (Dropbox-Link, Yousendit etc). Bitte achtet nur darauf, dass der gewählte Dienst nach Möglichkeit werbefrei ist und einen nicht mit Pop-ups in den Wahnsinn treibt.

Q: Wie und in welchem Format bekomme ich die Masters zurück? A: Die Masters erhaltet ihr per Download-Link in dem für euer Release passenden Format zurück.

Geht es also um eine CD-Veröffentlichung erhaltet ihr zunächst alle Masters als WAV zur Abnahme. Dann erstelle ich mit den von euch freigegebenen Masters ein sogenanntes DDP-Image (Disc Description Protocol), das als Vorlage online an das Presswerk übermittelt wird. Das Presswerk fertigt auf Basis des DDPs die CDs an.

Bei Vinylherstellungen wird von einigen Vinyl-Cuttern ebenfalls das DDP als Vorlage genommen, häufig gehen aber WAV-Files in den Vinylschnitt. Das sollte mit dem Vinyl-Presswerk eurer Wahl besprochen werden.

Für Onlineveröffentlichungen erhaltet ihr die gemasterten WAV-Files.

Q: Was ist „Mastered for iTunes“ (MfiT)? A: Bei dem von Apple ins Leben gerufenen MfiT-Standard erfolgt die Kodierung in das von iTunes verwendete Endformat AAC nicht von den 16 Bit Masters aus, sondern von den höher aufgelösten 24 Bit Masters. Apple empfiehlt zudem, die Masters etwas im Pegel abzusenken, so dass keine Codec-Clippings entstehen. Ob weitere klangliche Veränderungen notwendig sind, muss man von Fall zu Fall unter klanglicher Berücksichtigung des iTunes Codecs entscheiden.

HP Mastering ist bei iTunes offiziell als Lieferant für MfiT-Masters registiert.

Q: Wie werden Revisionen gehandhabt? A: Im üblichen Rahmen sind Revisionen inklusive und kosten keinen Aufpreis. Wenn allerdings nach dem Mastering neue Mixes von bereits gemasterten Tracks angeliefert werden, berechne ich diese nach Aufwand und Umfang der Änderung.

Q: Wird auch Stem/Bus/Separation-Mastering angeboten? A: Ja, auch das geht. Bei einem guten Mix ist das zwar nicht nötig, aber bei problematischen Mixes hat man beim Stem-Mastering natürlich mehr Eingriffsmöglichkeiten. Der Aufwand und die damit verbundenen Kosten sind allerdings höher. Ob Stem-Mastering sinnvoll ist und wenn ja, in welchem Umfang, sollten wir im konkreten Fall besprechen.
Ein Bespiel für eine mögliche Stem-Aufspilttung ist: Main-Vocals, Backing-Vocals, Bass, Drums, Gitarren, Keyboards. Wichtig ist dabei immer, dass alle Stems denselben Startpunkt haben und übereinander gelegt ohne weitere Lautstärkenanpassungen exakt euren Mix ergeben.

Q: Was ist „CD-Text“? A: Einige CD-Player unterstützen den sogenannten CD-Text, d.h. die Anzeige von Künstlernamen, Albumtiteln und Songtiteln. Diese Angaben kann man im Mastering in ein DDP-Image oder eine Audio-Premaster-CD integrieren.

Ob die Titelnamen und andere Angaben in iTunes angezeigt werden, hat wiederum nichts mit dem CD-Text zu tun. iTunes zieht sich diese aus der Gracenote-Datenbank. Die eigenen Releases lassen sich sehr leicht selbst in die Gracenote-Datenbank einpflegen. Eine Anleitung, wie das direkt aus iTunes und anderen Programmen heraus möglich ist, findet ihr hier: http://www.gracenote.com/about/FAQs/#upload

Q: Wie kann ich bezahlen? A: Bezahlt werden kann per Banküberweisung oder Paypal. Alle Angaben dazu stehen auf der abschließenden Rechnung.

Q: Wie soll ich die Mastering-Credits angeben? A: Wenn ihr Mastering-Credits angebt (danke!) dann gerne so:
Gemastert von Hans-Philipp Graf @ HP Mastering, Hamburg

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